Peter Steinmann

CV

 

1961

 

Geboren in Luzern

1886 Umzug nach Basel
  Lebt mit Familie in Basel
   
Ausbildung
   
1976 Berufsabschluss Eidg. Dipl. Maschinenmechaniker/Montagetechnik
1987–91 Architekturdiplom HTL Muttenz
   
1992 Gründung von Steinmann Schmid Architekten, 
  seit 2016 SSA Architekten
  ca. 330 Projekte
  ca. 250 Publikationen
  ca. 260.000 m² gebaute Fläche
  ca. 1030 Wohnungen gebaut
   
2018 Verkauf und Rückzug von SSA Architekten
   
Ab 2018 Künstleratelier in Basel
   
Lehrtätigkeit, Verbandstätigkeit
   
1994 Assistenz Lehrstuhl Meyer Tropeano, ETH Zürich
1997 Gastdozent, Diplomexperte, HFG Basel, Fachklasse Innenarchitektur
1999 Dozent HGKZ, SBI
2000-02 Studienbereichsleitung, Dozent HGKZ, SBI
2000-23 Bund Schweizer Architekten BSA
2003-23 Schweizerischer Ingenieur und Architektenverein SIA
2003-11 Vorstand SIA Basel
   
Auszeichnungen
   
1991 Werkbeitrag Kt. Luzern, Angewandte Kunst
1992 SMI (Schweizer Möbelmesse International) Förderpreis Lattenbett
1993 SMI (Schweizer Möbelmesse International) Förderpreis Holzschalenstuhl
1992-2018 ca. 150 Architekturwettbewerbe, ca. 20 Wettbewerbsgewinne
   
Architektur und Kunst
   
1999 Art Basel, Entwicklung Art Unlimited Wandsystem, Konzept Aufbau
2000–23  Art Basel, Art Unlimited, räumliches Konzept mit dem Kurator
2000 Art Basel Miami Beach, Entwicklung Konzept Art Position
  24 Galerieräume in Überseecontainer am Strand von Miami Beach
2002-22 3 Generationen VIP Lounges
2004-2020 Verschiedene Entwicklungsschritte der Art Basel Basel geplant
2017- Dach vor Rundhofhalle Zugang Personenkontrolle
   
Studienaufenthalte
   
2024 1 Monat Berlin, Studio Max Beer Strasse
2023 1 Monat Berlin, Studio Max Beer Strasse
2019 2 Monate New York, Studio Hans Witschi, 175E2nd Streat
2018 3 Monate New York, Studio 84 Canal Street
   
Ausstellungen Möbel, Architektur
   
1996 Junge Basler Architekturbüros I, Steinmann & Schmid, Buol & Zünd, Miller & Maranta
1995 arc en rêve, centre d’architecture, Bordeaux, F, «Wohnen im periurbanen Raum
1992 SMI Schweizer Möbelmesse International, Bern
1992 SMI Schweizer Möbelmesse International, Bern
   
Ausstellungen Kunst
   
2023 Gallery Snow, enough, mit Katrin Bremermann, Lenia Hauser, Gabriele Herzog, Yvonne Robert, Nadine Schemann, Tobias Wetzel
2022 space25, Project 8
2020 space25, Project 1, mit Jürg Stäuble, Eric Hattan, Boris Rebetez, 
  Julia Steiner, Franziska Furter, C. J. Müller
2019 New York Basel, Rebgasse 25
  Elizabeth Street, New York
  Gruppenausstellung "Lar(t)chitecture", Im Broelberg 3, 8802 Kilchberg
  ar(t)chitecture", Im Broelberg 3, 8802 Kilchberg
  Einzelausstellung Galerie25, Basel
1990 Ausstellungsraum Klingental, Werke unter 1’000.- Franken
   
Sammlungen
   
1993 Latten Bett, Museum Für Gestaltung, Zürich
2015 Holzschalenstuhl, Vitra Stuhl Sammlung
2019- Diverse Arbeiten Kunst, Privatsammlungen
   
space25, Kuratierte Ausstellungen
Kunstvermittlung, Artist Talk, Führungen
   
2024 Project 17, Beat Brogle, Gabriele Herzog, Susanne Schwieter
  Project 16, Doris Lasch, Deirdre O’Leary
2023 Project 15, Sibilla Caflisch, Golnaz Hosseini
  Project 14, Jahic / Roethlisberger
  Project 13, Jan Hostettler, Nico Müller, Jürg Stäuble
  Project 12, Daniel Göttin, Anna Shirin Schneider
2022 Vergrösserung space25 auf 240m2, Gründung Verein zur Förderung von lokaler Kunst
  Project 11, Philipp Gasser, Rut Himmelsbach, Alex Silber
  Project 10, Mariejon de Jong-Buijs, Senam Okudzeto
  Project 9, Markus Buchser, Pawel Ferus, Cécile Hummel
  Project 8, Ralph Bürgin, Luisanna Gonzalez Quattrini, Barbara Maria Meyer, Anita Mucolli, Peter Steinmann
2021 Project 7, Kostas Maros
  Project 6, Anna Maria Balint, Anette Barcelo, Samuli Blatter, Werner von Mutzenbecher
  Project 5, Luisanna Gonzalez Quattrini, Mireille Gros, Jahic & Roethlisberger, Alexandra Meyer
  Project 4, Franziska Furter, Esther Hiepler, Max Leiß, Maude, Leonard-Contant, Camillo Paravicini
2020 Project 3, mit 20 regionalen Kunstschaffenden
  Project 2, Anja Braun, Sara Gassmann, Simone Holliger, Edith Oderbolz
 

Project 1, Jürg Stäuble, Eric Hattan, Boris Rebetez, Julia Steiner, Franziska Furter, C. J. Müller

 

CV Text +

Nach Abschluss seiner Lehre als Maschinenmechaniker im Jahr 1983 entschied sich Peter Steinmann für eine Weiterbildung im Bereich Architektur. Nach einer vierjährigen Tätigkeit in verschiedenen Architekturbüros in Luzern und Basel absolvierte er ein Studium an der Fachhochschule Muttenz, welches er mit einem Diplom abschloss. Im Anschluss arbeitete er für ein Jahr in einem Basler Architekturbüro, bevor er gemeinsam mit einem Partner ein eigenes Architekturbüro gründete. Während seiner Tätigkeit im Architekturbüro war er als Assistent an der ETHZ, als Prüfungsexperte und Dozent an der Fachklasse für Innenarchitektur in Basel sowie als Dozent und Co-Abteilungsleiter am HGK Zürich, Bereich Innenarchitektur, tätig. Neben den Möbelentwürfen, von denen einige ausgezeichnet wurden, realisierte Steinmann mit dem Büro Steinmann & Schmid Architekten, ab 2015 SSA Architekten mit ca. 30 Mitarbeitenden ca. 250.000 m2 Geschossfläche. Im Jahr 2018 ver- kaufte Steinmann seine 50 %-Anteile des Architek- turbüros und entschied sich vollumfänglich der Kunst zu widmen.

Nach zwei längeren Studienaufenthalten in New York in den Jahren 2018 und 2019, in denen Steinmann in zwei verschiedenen Ateliers vorwiegend abstrakte, zweidimensional wirkende Malerei erstellte, begann er in Basel die räumliche Wirkung von unterschiedlich gebürsteten Aluminiumplatten zu untersuchen. Die in seiner ersten Ausbildung erworbenen hohen Materialkenntnisse moti- vierten ihn, sich auch mit der Oxidation von Kupferplatten zu befassen. Durch gezielte Maßnahmen und die nicht kontrollierbaren Wettereinflüsse veränderte sich die Oberfläche, sodass zeichnungshafte „Gemälde“ entstanden. Aus gesundheitli- chen Gründen beendete Steinmann diese Art der Arbeit jedoch aufgrund der Dämpfe der verschiedenen Chemikalien. Die zwei Berlinaufenthalte im Jahr 2023 und 2024 führten bei Steinmann zu einer verstärkten Auseinandersetzung mit der Fototechnik, die er aus Transportgründen bevorzugte. Die von ihm entwickelten „Rauminstallationen“ konnten aufgrund ihrer digitalen Datenform einfach transportiert werden.

Die Auseinandersetzung mit dem Raum und insbesondere die Auswirkung auf den Menschen und dessen Wahrnehmung stellen zentrale Themen der künstlerischen Auseinandersetzung von Steinmann dar. In der Malerei bedient er sich verschie- dener Techniken, welche die Bewegung des Be- trachters provozieren oder die gleiche Oberfläche auf unterschiedliche Weise bearbeiten. So wird bei einer Metallplatte das Raumlicht unterschiedlich reflektiert, wodurch die Betrachtenden dazu aufgefordert werden, die Umgebung bewusster wahrzunehmen.

Die aktuellen Arbeiten, die fiktiven, emotionalen Räume, werden durch das inszenierte Licht inmitten der Kartonscheiben definiert. Die auf gebürstetem Aluminium gedruckten Arbeiten werden im Raum wiederum sehr stark vom Raumlicht beeinflusst. Bei der Arbeit „Lemonbox“ verschmilzt die Wahrnehmung von Raum. Das gelbe Licht, welches durch das Fehlen der komplementären Farben des Raumes an Kontrast verliert, erweitert diesen durch die zweidimensionale, bedruckte und reflektierende Aluminiumplatte.

Im Juni 2020 startete er als Ergänzung seiner künstlerischen Tätigkeit den Ausstellungsraum space25. Dort zeigte er ausschließlich lokale Positionen. Seit Anfang 2022, nach der Erweiterung auf ca. 250 m2, ist space25 ein nicht kommerzieller Verein zur Förderung von lokaler Kunst. Bis jetzt hat er 19 Ausstellungen organisiert.

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